Der Letzte Hilfe Kurs
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Bekanntheitsgrad enorm gestiegenFebruar 2025
„Wir sind stolz darauf, dass wir in Gerlingen eine eigene Hospizarbeit haben." Bürgermeister Dirk Oestringer fand im Rahmen der Mitgliederversammlung des Hospizdienst Gerlingen e.V. deutliche Worte - auch für die insgesamt 15 Ehrenamtlichen, ohne die die Arbeit des Hospizdienst nicht denkbar wäre: „Sie leisten Trost, sind Stütze und geben Beistand. Der Hospizdienst begleitet Menschen in einer der schwersten Phasen ihres Lebens. Das ist ein wichtiger Teil unserer Gemeinschaft.“ Insgesamt wurden im abgelaufenen Jahr über 300 Einsätze geleistet. Hospiz-Koordinatorin Christina Kutz: „Diese Einsätze entfielen auf sieben Personen, die wir ambulant zu Hause betreut haben und zehn, die stationär untergebracht waren - in erster Linie im Breitwiesenhaus.“ Dabei wächst die Zahl der Menschen kontinuierlich an, die Hilfe in Anspruch nehmen, was auch auf den höheren Bekanntheitsgrad zurückzuführen ist, wie Birgit Priemer als Vorsitzende des Hospizdienst Gerlingen e.V. in ihrem Rückblick sagte. Noch immer haben viele Menschen Berührungsängste, deshalb sei es im Grunde auch sinnvoller, von Lebens- als von Sterbebegleitung zu sprechen. Das betonte auch Gastredner und Bestsatter Marc-Roger Isailoff: „Aus jahrzehntelanger Erfahrung weiß ich: Der Tod ist immer noch ein Tabuthema. Kinder sind da viel affiner als Erwachsene. Es ist aber wichtig, darüber zu reden.“ Eindrucksvoll führte Isailoff aus, wie verantwortungsvoll der Beruf des Bestatter ist: „Bestattung ist ein Vertrauensverhältnis. Man gibt einen geliebten Menschen in andere Hände. Wenn ich mich um einen Verstorbenen kümmere, dann will ich wissen, wer das ist.“ Falls Sie oder ein Angehöriger Hilfe benötigen, wenden Sie sich gerne Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr unter 07156/17740-17 an uns. Unser Arbeit als Hospizdienst ist kostenlos und ambulant, wir kommen also zu Ihnen nach Hause oder in die Pflegeeinrichtung. Um unser eigenes Angebot weiter auszubauen, sind wir dankbar über jede Form der Unterstützung. Spenden nehmen wir gerne unter DE73 6039 0300 0780 2030 03 entgegen. Sie treffen uns in diesem Jahr auf dem Marktplatz im Rahmen des Wochenmarktes: 10. Mai 20. September 06. Dezember Jeweils ab 9 Uhr |
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Glühwein auf dem WochenmarktDezember 2024
Seit 2021 gibt es den ambulanten Hospizdienst in Gerlingen und mittlerweile sind mehr als 15 ehrenamtliche Mitarbeiter im Einsatz, um Schwersterkrankte, Sterbende und deren Angehörige zu helfen. Zum dritten Mal haben wir auch am 3. Adventswochenende zum kostenlosen Glühweintrinken im Rahmen des Wochenmarkts eingeladen – und sind auf eine rekordverdächtige Spendensumme von über 200 Euro gekommen. Dafür danken wir allen Marktbesuchern, die sich auch auf den Austausch mit uns eingelassen haben. Es waren spannende Diskussionen rund um das Tabuthema Tod und die Frage, wie man Menschen erreichen kann, die sich nicht trauen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, obwohl sie sie so dringend benötigen würden. Was wir uns für 2025 wünschen: Noch mehr Vereine, Institutionen, Banken, Schulen, Hilfsorganisationen und öffentliche Einrichtungen, die uns unterstützen: Entweder, indem sie uns Spenden für unsere Arbeit zukommen lassen oder gemeinsam mit uns Aktionen durchführen, um den Hospizdienst bekannter zu machen. Wir freuen uns über jede Idee – kommen Sie gerne auf uns zu! In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und einen guten Start in das Neue Jahr! Wenn Sie als Schwersterkrankter oder Angehöriger Hilfe benötigen, erreichen Sie uns als Hospizdienst Gerlingen e. V. von Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr, unter Tel. 07156/17740-17. Unsere Arbeit ist ehrenamtlich und ambulant, das heißt, wir kommen zu Ihnen nach Hause oder in die Pflegeeinrichtung, in der Sie untergebracht sind. Als ehrenamtlicher Verein sind wir auf Unterstützung angewiesen, um unsere Arbeit, wie zum Beispiel die Ausbildung der Ehrenamtlichen, durchführen zu können. Wir freuen uns über jeden noch so kleinen Betrag unter DE73 6039 0300 0780 2030 03. |
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Gedenken im Breitwiesenhaus12.10.2024
Als Hospizdienst ist uns Präsenz und Sichtbarkeit in Pflegeeinrichtungen wie dem Breitwiesenhaus besonders wichtig. Auch dort unterstützen wir Schwersterkrankte, die oft vor gar nicht allzu langer Zeit engste Angehörige verloren und auch darunter leiden. Umso mehr haben wir uns über die Einladung des BWH zum Gedenkgottesdienst am 12. Oktober gefreut. Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes, den Pfarrerin Sabine Schneider-Wagner von der ev. Gemeinde und Pater Josef Moskalski von der kath. Gemeinde geleitet haben, wurde all jenen gedacht, die in den letzten Monaten von uns gegangen sind. Alex Haug, Leiterin des Sozialdienstes im Breitwiesenhaus, zündete im Rahmen der gefühlvollen Zeremonie für jeden Verstorbenen eine Kerze an. Im Anschluss konnten Angehörige und Heimbewohner sich im Foyer über die Arbeit des Hospizdienstes informieren. - unter den Klängen von Ulrich Baldauf, der wie so oft im Breitwiesenhaus am Klavier spielte. |
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Auf dem Gerlinger WochenmarktVor drei Jahren wurde der Hospizdienst in Gerlingen gegründet - und ist mittlerweile vielen Menschen gut bekannt: „Ich bin schon Mitglied. Ich find das klasse, was Sie machen“, erzählt eine Dame am Informationsstanders des Hospizdienst auf dem Wochenmarkt letzten Samstag. „Mein Mann und ich brauchen dringend Hilfe. Seitdem wir beide Corona hatten, lassen unsere Kräfte nach. Meine Tochter wohnt weit weg, ich muss eine andere Lösung finden“, beschreibt eine 83-Jährige die Situation. Sie packt den Flyer ein, denn selbst, wenn sie keine Hospizbetreuung braucht, so kann sie sich mit den Kontaktdaten auch mit der Sozialstation Gerlingen in Verbindung setzen, ob vielleicht eine Haushaltshilfe eine Lösung sein könnte. „Meine Mutter ist im Hospiz Leonberg gestorben. Ich habe dort sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn ich auf Rente gehe, möchte ich den Hospizdienst Gerlingen unterstützen“, erzählt eine andere Marktbesucherin. Der Stand des Hospizdienst Gerlingen war gut besucht, die Menschen nahmen Mitgliederanträge mit und spendeten für die Arbeit - selbst Bürgermeister Dirk Oestringer ließ sich im Rahmen seines Marktplatzgesprächs beim Hospizdienst blicken. Im Rahmen unserer Arbeit werden wir regelmäßig nach dem Umgang mit der Patientenverfügung gefragt. Reinhard Ernst, Geschäftsführer der Sozialstationen Gerlingen, Leonberg und Weilimdorf und Vorstandsmitglied des Hospizdienst Gerlingen, hält im Rahmen der Messe Gerlingen am Samstag, 20. Juli, von 13 bis 13.30 Uhr einen Vortrag in der Stadthalle zum Thema: „Patientenverfügung: Selbst bestimmen und versorgen.“ Nutzen Sie gerne diese Gelegenheit und informieren Sie sich, wie Sie diese wichtigen Verfügungen treffen und aktuell halten. Wenn Sie als Schwersterkrankter oder Angehöriger Hilfe benötigen, erreichen Sie uns von Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr, unter 07156/17740-17. Als ehrenamtlicher Verein sind wir auf Unterstützung angewiesen, um unsere Arbeit durchführen zu können. Wir freuen uns über jeden noch so kleinen Betrag unter DE73 6039 0300 0780 2030 03. |
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Der nächste Kurs für Begleiterinnen und Begleiter
Ehrenamtliche Mitarbeit im Hospizdienst braucht eine gute Grundlage. Für unsere Begleiterinnen und Begleiter bieten wir einen Grundkurs, ein Praktikum und einen Aufbaukurs an. Durch den Grundkurs und das Praktikum erhalten Sie das Wissen und die Erfahrung für erste Begleitungen, der Aufbaukurs vertieft die Fachkompetenz. Der nächste Grundkurs startet im 2. Halbjahr 2024 und umfasst 48 Unterrichtseinheiten zu je 60 Minuten, also 3 Wochenenden von Freitagabend bis Sonntagmittag. Das Praktikum absolvieren Sie zwei Tage im Breitwiesenhaus (Altenhilfezentrum Gerlingen gGmbH) und zwei Tage in der Sozialstation Gerlingen (Pflegeverbund Strohgäu-Glems gemeinnützige GmbH), jeweils einmal im Frühdienst und einmal im Spätdienst. Der Aufbaukurs beinhaltet weitere 48 Unterrichtseinheiten an 3 Wochenenden. Für den gesamten Kurs (Grund- und Aufbaukurs) berechnen wir eine Teilnahmegebühr von 150€, Seminargetränke und Pausenverpflegung gehören zu unserem Angebot. Anfragen und Anmeldungen nimmt die Koordinationsstelle entgegen oder können über das Anmeldeformular direkt ausgefüllt werden.
Die Termine für den Grundkurs sind:
Die Termine für den Aufbaukurs sind:
Die Praktikumsphase wird im Dezember 2024 und Januar 2025 stattfinden. |
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Unsere Hanfkekse machen glücklich
Hanf (Cannabis) war vom ersten Jahrtausend vor Christus bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts weltweit die am häufigsten angebaute Nutzpflanze. Begehrt war die Hanfpflanze auch wegen ihrer heilenden Kraft. Man deckte die Wunden der Krieger mit Cannabisblättern ab und benutzte Hanf gegen Gicht und Geistesabwesenheit. Heute wird Cannabis in der Schmerzbehandlung eingesetzt. Die berauschende Wirkung der Pflanze beruht vor allem auf den in ihr enthaltenen Cannabinoiden, die eine starke psychoaktive Wirkung besitzen. Zu den positiv erlebten Wirkungen zählen Euphorie, Gelassenheit, Entspanntheitsgefühl, Gefühl von Leichtigkeit, obwohl sich gleichzeitig der Herzschlag erhöht. Das Beisammensein mit Gleichgesinnten wird als vergnüglich erlebt. Als Lebensmittel ist Hanf glutenfrei und von Natur aus laktosefrei. Hanfsamen enthalten etwa 50 Prozent Eiweiß. Dieses ist wertvoll, da alle essentiellen Aminosäuren vorhanden sind. Es ist leicht verdaulich und kann tierisches Eiweiß ersetzen. Hanföl bietet wertvolle Omega-Fettsäuren in einem besonders günstigen Verhältnis. Der hohe Anteil an den ungesättigten Fettsäuren Linol- und Linolensäure ist ernährungsphysiologisch wertvoll. Dazu kommen zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe beispielsweise Vitamin E, Magnesium und Eisen. Unsere Hanfkekse enthalten keine berauschenden Wirkstoffe. Sie sind mit Hanfmehl und Hanfsamen zubereitet. Warum machen sie trotzdem glücklich? Die Spendengelder, die bei uns für die Kekse eingehen, tragen bei zu einer qualitativ hochwertigen ambulanten Hospizarbeit in Gerlingen. Das macht den Hospizdienst Gerlingen e.V. glücklich… |
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Fragen an den Tod
Haben Sie noch Fragen an den Tod? Dann kommen Sie am 08. Juli 2024 um 18.30 Uhr in die Stadtbücherei Gerlingen. In einer gemeinsamen Aktion mit dem Hospizdienst Gerlingen e.V. versuchen wir, Ihnen im Dialog möglichst viele Antworten zu geben. Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Möglichkeit, den Tod zu treffen, ohne gleich Gefahr zu laufen, von ihm mitgenommen zu werden. Das wäre die perfekte Situation, ihm all die Fragen zu stellen, die Ihnen längst auf der Seele brennen. Rein statistisch begleiten Sie im Laufe Ihres eigenen Lebens fünf Menschen aus Ihrer nahen Umgebung und sind dabei auch mit Ihrer eigenen Trauer konfrontiert. Um für diese manchmal sehr emotionalen Situationen gewappnet zu sein, sollte man sich auch zu Lebzeiten mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen. Am 8. Juli haben Sie Gelegenheit, mit Vertreter*innen des Hospizdienst Gerlingen und des Breitwiesenhauses über eines der letzten großen Tabuthemen zu reden. Christina Kutz als Koordinatorin des Hospizdienst und Alexandra Haug, langjährige Spezialistin auf diesem Gebiet und heute Leiterin des Sozialdienst des Breitwiesenhaus geben Einblick in die Arbeit mit Schwersterkrankten und Sterbenden und können Ihnen als Angehörige auch Tipps und Ratschläge für den Umgang mit den Betroffenen geben. Vielleicht gelingt es Ihnen auch, sich mit diesen Informationen eine Art Leitfaden für ein gutes eigenes Lebensende zu Recht zu legen. Die Stadtbücherei eröffnet im Rahmen dieser Veranstaltung auch einen speziellen Büchertisch zu diesen Themen. Für eine musikalische Umrahmung sorgt Ulrich Baldauf auf dem Klavier. |
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